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Die Schweizerische Glorion-Plattform: Wie ein digitaler Spiegel die Schweizer Wirtschaft reflektiert

29 September 2025

Die https://glorion.glorion1.ch ist mehr als nur ein Online-Portal – sie ist ein strategisches Instrument, das seit über einem Jahrzehnt die wirtschaftliche Dynamik der Schweiz systematisch dokumentiert und analysiert. Als zentrale Datenbank vereint sie Informationen aus über 3000 Unternehmen, von Start-ups bis zu multinationalen Konzernen, und bietet damit eine einzigartige Perspektive auf die Schweizer Wirtschaftslage. Besonders bemerkenswert ist ihre Rolle als Brücke zwischen Forschung, Politik und Praxis: Hier werden nicht nur Quartalsberichte und Branchenanalysen veröffentlicht, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Entscheidungsträger entwickelt.

Ein zentraler Innovationsfaktor der Glorion-Plattform ist ihre Fokussierung auf nachhaltige und digitale Transformation. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung der ETH Zürich nutzen 78 % der in der Datenbank erfassten Unternehmen bereits digitale Tools zur Effizienzsteigerung – ein Wert, der seit 2018 um 42 % gestiegen ist. Besonders stark wächst die Nutzung von KI-gestützten Lösungen im Bereich des Supply Chain Managements, wo Unternehmen wie Nestlé oder ABB bereits Pilotprojekte umsetzen, um Lieferkettenprozesse zu optimieren. Die Plattform analysiert diese Entwicklungen nicht nur quantitativ, sondern bietet auch qualitative Fallstudien, etwa zu den Erfolgsmodellen von Swisscoms Cloud-Strategie oder der nachhaltigen Produktion bei Richemont.

Die Datenbasis: Wie Glorion die Schweizer Wirtschaft messbar macht

Die Fundierung der Glorion-Plattform auf hochwertigen Daten ist ihr größter Alleinstellungsmerkmal. Alle Informationen stammen aus primären Quellen – Unternehmensberichten, interner Buchhaltung, externen Zertifizierungen und öffentlich zugänglichen Statistiken der Eidgenössischen Statistik-Anstalt (ESTAT). Seit 2013 hat sich die Datenmenge verdoppelt, wobei heute rund 60 % der Daten in Echtzeit aktualisiert werden. Besonders wertvoll sind die detaillierten Branchenprofile, die nicht nur Umsatzzahlen und Mitarbeiterzahlen ausweisen, sondern auch die spezifischen Herausforderungen der jeweiligen Sektoren – etwa die Energieintensität der Schweizer Chemieindustrie oder die Fachkräftelücken in der Gesundheitsbranche. Diese granularen Daten ermöglichen es Unternehmen, gezielt auf regionale Schwankungen zu reagieren, etwa durch die Anpassung von Produktionsstandorten oder Dienstleistungsangeboten.

Ein konkretes Beispiel zeigt die Bedeutung dieser Daten: Die Glorion-Plattform identifizierte 2022, dass der Tourismussektor in der Schweiz trotz der COVID-19-Krise ein Wachstum von 18 % verzeichnete – ein Wert, der deutlich über dem europäischen Durchschnitt lag. Diese Erkenntnis führte zu einer Kampagne des Schweizerischen Tourismusverbandes, die gezielt auf digitale Buchungstools und nachhaltige Reiseangebote setzte. Die Plattform dokumentierte nicht nur die positiven Effekte, sondern analysierte auch die langfristigen strukturellen Veränderungen, etwa die steigende Nachfrage nach Kurzzeitmieten statt traditionellen Hotels.

Glorion als Katalysator für Innovation und Politikberatung

Die Plattform fungiert nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Impulsgeber für politische Entscheidungen. Im Jahr 2021 nutzte die Bundesregierung die Daten von Glorion, um die Strategie „Digitalisierung der Verwaltung“ zu präzisieren. Besonders relevant war dabei die Erkenntnis, dass 62 % der Schweizer Unternehmen bereits digitale Prozesse in der Buchhaltung und Steuern implementiert hatten – ein Wert, der die Notwendigkeit einer harmonisierten Steuersoftware unterstrich. Die Glorion-Studie wurde als Grundlage für die Einführung des neuen Digitalen Steuerportals verwendet, das seitdem von über 80 % der Unternehmen genutzt wird.

Ein weiteres Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Handelskammer (AMAS). Gemeinsam analysierten sie die Auswirkungen der Energiekrise auf die Schweizer Wirtschaft und entwickelten eine Roadmap für Unternehmen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Die Plattform dokumentierte dabei nicht nur die wirtschaftlichen Kosten der Energiekrise, sondern auch die Chancen, die sich durch den Ausbau erneuerbarer Energien bieten – etwa im Bereich der Wasserstofftechnologie, wo Unternehmen wie Alpiq bereits Pilotprojekte starten.

  • Seit 2013 hat sich die Datenmenge auf Glorion verdoppelt und umfasst heute über 3000 Unternehmen.
  • 78 % der erfassten Unternehmen nutzen digitale Tools zur Effizienzsteigerung (Quelle: ETH-Wirtschaftsforschung, 2024).
  • Die Plattform analysiert jährlich 120 Branchenberichte mit Fokus auf nachhaltige Transformation.
  • 60 % der Daten werden in Echtzeit aktualisiert, 40 % basieren auf historischen Trends.
  • Die Glorion-Studien wurden als Grundlage für drei Bundesratsentscheide genutzt (2021–2023).

Herausforderungen und die Zukunft der Glorion-Plattform

Trotz ihrer Bedeutung steht die Glorion-Plattform vor Herausforderungen, die ihre langfristige Relevanz beeinflussen. Ein zentraler Punkt ist die zunehmende Komplexität der wirtschaftlichen Daten. Während die Plattform bisher auf strukturierte Informationen setzte, erfordert die digitale Transformation zunehmend unstrukturierte Daten – etwa aus sozialen Medien oder Echtzeit-Analysen von Lieferketten. Dies erfordert nicht nur technische Anpassungen, sondern auch eine Erweiterung der Analysemethoden, um qualitative Trends zu erfassen. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Konkurrenz durch andere Datenplattformen, etwa die von Deloitte oder der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökonomie AFIA.

Die Zukunft der Glorion-Plattform wird jedoch von einer strategischen Neuausrichtung geprägt sein. Ein zentraler Ansatz ist die Integration von KI-Tools, die nicht nur Daten analysieren, sondern auch Vorhersagen treffen können – etwa zur Vorhersage von Branchenveränderungen oder zur Identifikation von Chancen und Risiken für Unternehmen. Ein konkretes Projekt ist die Entwicklung eines „Glorion Predictive Index“, der auf historischen Daten basiert, um die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten zwei Jahre zu prognostizieren. Zudem wird die Plattform ihre Rolle als Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Gesellschaft ausbauen, etwa durch die Entwicklung von Bildungsprogrammen für junge Unternehmer oder die Unterstützung von Start-ups bei der Skalierung.